Marken-Porträt · kein Test

COS

Schwedisch, 2007 gegründet, mittleres Preisband, Teil der H&M Group. Lange Silhouetten — und eine Konzern-Lieferantenliste, die man tatsächlich öffnen kann.

Veröffentlicht 27. Juli 2026 Zuletzt geprüft 27. Juli 2026 2 verlinkte Quellen

COS

Herkunft
Schweden
Gegründet
2007
Konzern
H&M Group
Produktion
Lieferantenliste veröffentlicht
Kernmaterialien
Baumwolle, Wolle, Seidenmischungen
Preisniveau
2/4
Beleg-Index
33 von 100

Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist.

  • Produktions-Offenlegung 25/25
  • Verlinkte Quellen 8/20
  • Eigene Materialprüfung 0/15
  • Flächengewicht angegeben 0/12
  • Herstellungsland je Produkt 0/10
  • Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
  • Kostenaufbau veröffentlicht 0/8

Beleglage zum Preis So viel, wie dieses Preisband üblicherweise belegt

Für wen die Marke gedacht ist

Für Menschen, die eine Garderobe wollen, die durchdacht wirkt, ohne im oberen Preisband zu liegen — und denen Schnitt und Proportion wichtiger sind als ein sichtbares Logo. COS bleibt bewusst leise: wenig Branding, lange Linien, eine Farbwelt, die über Saisons hinweg bestehen bleibt. Das ist eine Entwurfshaltung, und zugleich der Grund, warum die Marke oft weiter oben eingeordnet wird, als sie preislich steht.

Dabei lohnt es sich, genau zu sein: Eine zurückhaltende Ästhetik ist eine Entscheidung im Designstudio. Über die Herstellung eines Kleidungsstücks oder den Wert des Stoffes sagt sie für sich genommen nichts — das sind eigene Fragen mit eigenen Antworten.

Was die Eigentümerfrage wirklich bedeutet

COS gehört zur H&M Group, die die Marke unter ihren eigenen führt. Das ist die nützlichste Einzelangabe zu diesem Label — allerdings nicht aus dem Grund, den die meisten vermuten. Nützlich ist sie, weil daraus hervorgeht, welche Offenlegungsregeln gelten.

Der Konzern veröffentlicht seit 2013 eine Lieferantenliste und nimmt am Transparency Pledge teil, der festlegt, was darin stehen muss: Fabriknamen, Adressen, die dort gefertigte Produktart und die Zahl der Beschäftigten. Jeder kann sie aufrufen. Gemessen an einer Branche, in der die meisten Marken gar nichts veröffentlichen, ist das ein echter Unterschied — und er gilt für COS genauso wie für ein Fünfzehn-Euro-Hemd von H&M.

Was die Liste nicht leistet: Sie verbindet kein bestimmtes Kleidungsstück mit einer bestimmten Fabrik. Man sieht, wo der Konzern produziert. Man sieht nicht, wo der eigene Mantel entstanden ist, was der Stoff pro Meter gekostet hat oder was die Näherinnen verdient haben.

Eine veröffentlichte Lieferantenliste sagt, wo ein Konzern produziert. Sie sagt nicht, was das eigene Kleidungsstück in der Herstellung gekostet hat.

Was der Preis kauft — unsere Einschätzung

Dieser Abschnitt ist eine Einschätzung, kein Befund, und wir kennzeichnen ihn so. Im mittleren Preisband würden wir erwarten: eine angegebene Faserzusammensetzung auf jeder Produktseite, einen Naturfaser-Anteil in der Mehrheit bei den Kernlinien und eine Verarbeitung, die mehr als eine Saison regelmäßigen Tragens übersteht. Ob COS das im aktuellen Sortiment durchgängig einlöst, haben wir noch nicht Stück für Stück nachgemessen — und bis dahin schreiben wir keinen Satz, der so klingt, als hätten wir es.

Unser Verzeichnis hält deshalb fest, was belegt ist — Eigentümer, Herkunft, Offenlegungsregime, Preisniveau — und lässt die Materialangaben leer, statt sie mit etwas Plausiblem zu füllen.

Was wir belegen können

  • Konzernzugehörigkeit — Eigenangabe der H&M Group
  • Offenlegungsregime — öffentliche Lieferantenliste seit 2013, Transparency Pledge
  • Was darin steht: Fabriknamen, Adressen, Produktart, Beschäftigtenzahl
  • Preisniveau — unsere eigene redaktionelle Einordnung, als solche gekennzeichnet

Was nicht

  • Materialzusammensetzung je Artikel — die Produktseiten haben wir noch nicht ausgewertet
  • Stoffgewicht — kein Labortest, kein eigener Kauf
  • Welche Fabrik ein bestimmtes Teil gefertigt hat — die Liste ordnet das nicht zu
  • Löhne und Margen — für keine Marke dieses Konzerns öffentlich

COS kaufen — bei diesen Händlern

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Quellen

2 insgesamt · intern archiviert
  1. Markenübersicht des Konzerns — nennt die konzerneigenen Marken — H&M Group Abgerufen 27. Juli 2026
  2. Öffentliche Lieferantenliste (Fabrikname, Adresse, Produktart, Beschäftigtenzahl) — H&M Group Abgerufen 27. Juli 2026

Leser-Erfahrungen zu COS

Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

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Häufige Fragen

Wem gehört COS?

Der H&M Group, die die Marke unter ihren eigenen führt. Es ist kein unabhängiges Haus und gehört nicht zu Inditex — eine Verwechslung, die uns häufig begegnet.

Ist COS besser verarbeitet als H&M?

Das können wir nicht sagen, und wir würden es erfinden, wenn wir es versuchten. Beide fallen unter dieselbe Konzern-Lieferantenliste, die Kleidungsstücke keinen Fabriken zuordnet. Preis und Positionierung unterscheiden sich — das ist nicht dasselbe wie eine belegte Verarbeitungsqualität.

Wo wird COS produziert?

Der Konzern veröffentlicht eine Lieferantenliste mit Fabriknamen und Ländern für den gesamten Konzern. Welche Fabrik ein bestimmtes COS-Teil gefertigt hat, steht nicht darin — wir verlinken deshalb die Liste, statt ein einzelnes Herkunftsland zu drucken.

Welche Marken liegen am nächsten?

ARKET, ebenfalls H&M Group, bei Preis und Ästhetik. Massimo Dutti von Inditex liegt preislich nah, steht aber unter einem anderen Offenlegungsregime — Inditex veröffentlicht nur die Nassprozess-Betriebe.

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