Marken-Porträt · kein Test

No Label

Niederländisch, 2013 gegründet, mittleres Preisband, unabhängig. Veröffentlicht auf der Produktseite, was fast jede andere Marke für sich behält.

Veröffentlicht 27. Juli 2026 Zuletzt geprüft 27. Juli 2026 2 verlinkte Quellen

No Label

Herkunft
Niederlande
Gegründet
2013
Konzern
Unabhängig
Produktion
Produktionsland genannt
Kernmaterialien
Bio-Baumwolle
Preisniveau
2/4
Beleg-Index
66 von 100

Wie viel diese Marke offenlegt und wie viel davon wir prüfen konnten. Es ist keine Qualitätsnote — eine Materialzeile sagt nichts darüber, wie gut ein Stoff ist.

  • Produktions-Offenlegung 13/25
  • Verlinkte Quellen 8/20
  • Eigene Materialprüfung 15/15
  • Flächengewicht angegeben 12/12
  • Herstellungsland je Produkt 10/10
  • Konstruktionsangaben vorhanden 0/10
  • Kostenaufbau veröffentlicht 8/8

Beleglage zum Preis Mehr, als dieses Preisband üblicherweise belegt

Sie beantwortet die Fragen, die unsere anderen Porträts offenlassen

Jedes Marken-Porträt auf dieser Seite endet mit einem Block „Was wir nicht belegen können", und bis hierher standen dort fast immer dieselben drei Punkte: Flächengewicht, das Herstellungsland des einzelnen Teils, und was die Ware in der Herstellung kostet. Es sind genau die Zahlen, die entscheiden, ob ein Shirt seinen Preis wert ist — und sie werden fast nie veröffentlicht.

No Label veröffentlicht alle drei auf der Produktseite. Für das T-Shirt, das wir am 27. Juli 2026 gelesen haben: 230 g/m², hergestellt in Portugal, und angegebene Herstellkosten von 11 € bei einem Verkaufspreis von 38,35 € — aufgeschlüsselt in Stoffe 5 €, Arbeit 4 €, Transport 1 €, Materialien 1 €, Abgaben 0 €.

Geprüft haben wir nichts davon. Es sind Angaben der Marke über sich selbst, genau wie eine Konzern-Lieferantenliste eine Angabe des Konzerns über sich selbst ist. Berichtenswert sind sie nicht, weil sie bewiesen wären — sondern weil sie im Prinzip nachprüfbar und konkret genug sind, um falsch sein zu können.

Was 11 € gegen 38,35 € nicht bedeutet

Es liegt nahe, das eine durch das andere zu teilen und das Ergebnis einen Aufschlag-Skandal zu nennen. Diese Rechnung ist falsch, und wir machen sie nicht.

Herstellkosten sind nicht die Kosten, ein Bekleidungsunternehmen zu betreiben. Miete für die Läden in Amsterdam und Rotterdam, Personal, Retouren, Zahlungsgebühren, Marketing, unverkaufte Ware und die Marge, von der das Unternehmen lebt, stecken nicht in diesen 11 €. Eine Marke, die die Zahl veröffentlicht, gesteht nichts — sie zeigt einen Wert, den der Rest der Branche schlicht im Dunkeln lässt, und das gehört so gelesen und nicht bestraft.

Eine veröffentlichte Kostenangabe ist kein Geständnis. Sie ist eine Zahl, die der Rest der Branche nicht druckt.

Die Behauptung, die wir nicht prüfen konnten

Die Selbstdarstellung der Marke sagt, sie sei 2013 mit zwei Jahrzehnten Beschaffungs- und Fertigungserfahrung für große globale Marken gestartet und kenne „die Fabriken, die Abkürzungen und den Preis der Komplexität". Daraus wird häufig die feste Behauptung, No Label lasse in denselben Fabriken fertigen wie Designermarken.

Das konnten wir nicht belegen. Eine öffentliche Fabrikliste gibt es nicht, und „dieselben Hersteller" lässt sich aus einem Herstellungsland nicht ableiten. Es bleibt in diesem Porträt das, was es ist — eine Aussage des Unternehmens über die eigene Geschichte — und geht nicht als Tatsache in unser Verzeichnis ein.

Wirklich belastbar ist die Ebene darunter: 230 g/m² ist ein mittelschwerer Jersey, und der Wert steht da, statt angedeutet zu werden. Unsere eigene Materialseite argumentiert, dass eine Zusammensetzungszeile nichts über die Güte eines Stoffes sagt. Das Flächengewicht ist eine der wenigen veröffentlichten Zahlen, bei der das anfängt.

Was wir belegen können

  • Unternehmenssitz Niederlande; Gründung 2013 laut eigener Darstellung
  • Unabhängig — in unserer Recherche kein Mutterkonzern gefunden
  • Herstellungsland je Produkt angegeben (Portugal beim gelesenen Artikel)
  • Flächengewicht je Produkt angegeben: 230 g/m²
  • Von der Marke veröffentlichter Kostenaufbau: 11 € gegen 38,35 € Verkaufspreis

Was nicht

  • Ob die genannten Kostenzahlen stimmen — es sind ungeprüfte Eigenangaben
  • Die Behauptung derselben Fabriken wie Designermarken — es gibt keine Fabrikliste
  • Haltbarkeit und Trageverhalten — kein Labortest, kein eigener Kauf
  • Ob Portugal für das ganze Sortiment gilt oder nur für den gelesenen Artikel

No Label kaufen — bei diesen Händlern

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Leser-Erfahrungen zu No Label

Das sind Erfahrungen von Leserinnen und Lesern, keine Bewertung unserer Redaktion. Wir testen nicht — wir belegen. Jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft.

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Häufige Fragen

Wem gehört No Label?

Wir haben keinen Mutterkonzern gefunden; das Unternehmen stellt sich als unabhängig dar und gibt 2013 als Gründungsjahr an.

Kostet ein No-Label-Shirt wirklich nur 11 € in der Herstellung?

Das ist die Zahl, die die Marke auf der Produktseite veröffentlicht, aufgeschlüsselt in Stoffe, Arbeit, Transport, Materialien und Abgaben. Geprüft haben wir sie nicht. Es ist eine Aussage über sich selbst, wie jede Unternehmensangabe.

Sind 38,35 € bei 11 € Kosten zu viel?

Dieser Vergleich lässt alles außer der Herstellung weg: Läden, Personal, Retouren, Zahlungsgebühren, Marketing, unverkaufte Ware und Marge. Herstellkosten sind keine Betriebskosten, und der Abstand dazwischen ist normaler Handel, kein Beleg für irgendetwas.

Stimmt es, dass dieselben Fabriken wie bei Designermarken fertigen?

Belegen konnten wir es nicht. Das Unternehmen beschreibt zwei Jahrzehnte Beschaffungserfahrung für große Marken; das ist etwas anderes als eine nachprüfbare Aussage darüber, welche Fabriken die eigene Ware herstellen — und eine Fabrikliste wird nicht veröffentlicht.

Was bedeutet 230 g/m²?

Das ist das Flächengewicht — ein mittelschwerer Jersey, schwerer als ein typisches Sommershirt und leichter als ein schwerer Loopback. Es ist eine der wenigen veröffentlichten Zahlen, die etwas über den Stoff aussagt statt nur über die Faser.

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