Eigentümer

Wem H&M, COS und ARKET gehören

Ein schwedischer Konzern hält sie alle — und veröffentlicht eine Fabrikliste, die man tatsächlich öffnen kann. Was darin steht und was nicht.

SE Zuletzt geprüft 27. Juli 2026 4 verlinkte Quellen

Von uns dokumentierte Marken dieses Konzerns

MarkeKategoriePreisniveauStatus
H&M Kleidung Namensmarke des Konzerns
COS Kleidung €€ Eigene Läden und online
ARKET Kleidung €€ Eigene Läden und online
& Other Stories Kleidung, Accessoires €€ Eigene Läden und online
Weekday Kleidung Eigene Läden und online
Monki Kleidung Eigene Läden 2025 geschlossen; läuft online über Weekday weiter

Diese Tabelle listet die bei cromavo dokumentierten Marken, nicht das vollständige Portfolio des Konzerns — das veröffentlicht der Konzern selbst, verlinkt in den Quellen. Stand 27. Juli 2026.

Ein Konzern, mehrere Preisklassen

H&M, COS und ARKET wirken in der Fußgängerzone wie eigenständige Häuser, und genau so sind sie positioniert. Dahinter steht ein einziges börsennotiertes schwedisches Unternehmen, die H & M Hennes & Mauritz AB. Der Konzern nennt sein Markenportfolio selbst; die Einträge in der Tabelle unten sind die, die wir einzeln dokumentiert und gegengeprüft haben.

Für einen Käufer ist weniger die Eigentümerfrage entscheidend als das, was daraus folgt: Alle diese Marken fallen unter dieselbe konzernweite Lieferanten-Offenlegung — dieselbe Liste, dieselben Regeln, unabhängig davon, ob ein Hemd 15 oder 69 Euro gekostet hat.

Was die Lieferantenliste wirklich hergibt

Der Konzern veröffentlicht seit 2013 eine Lieferantenliste und nimmt am Transparency Pledge teil, der festlegt, was eine solche Liste enthalten muss: Fabriknamen, Adressen, die dort gefertigte Produktart und die Zahl der Beschäftigten. Das ist mehr, als der Großteil der Branche offenlegt, und jeder kann es aufrufen.

Was sie nicht hergibt, ist die Verbindung zwischen einem bestimmten Kleidungsstück und einer bestimmten Fabrik. Man sieht, wo der Konzern produziert. Man sieht nicht, wo das eigene Hemd entstanden ist, was der Stoff pro Meter gekostet hat oder was die Näherinnen verdient haben. Diese Lücke benennen wir, statt die bloße Existenz einer Liste als Antwort durchgehen zu lassen.

Eine veröffentlichte Lieferantenliste sagt, wo ein Konzern produziert. Sie sagt nicht, was das eigene Kleidungsstück in der Herstellung gekostet hat.

Marken

Häufige Fragen

Gehört COS zu H&M?

Ja. COS ist eine Marke der H&M Group, kein unabhängiges Haus — und nicht Teil von Inditex, eine Verwechslung, die uns häufig begegnet. Der Konzern nennt sein Markenportfolio selbst.

Werden COS und H&M in denselben Fabriken gefertigt?

Beide fallen unter dieselbe konzernweite Lieferantenliste, die Fabriken und Länder für den Konzern insgesamt nennt. Die Liste ordnet einzelne Kleidungsstücke keinen einzelnen Fabriken zu. Ob ein bestimmtes COS-Teil und ein bestimmtes H&M-Teil aus derselben Produktion stammen, können wir deshalb nicht sagen.

Gibt es Monki noch?

Als Marke ja, als eigenen Laden nein. Die H&M Group kündigte im November 2024 an, alle eigenständigen Monki-Filialen im Lauf des Jahres 2025 zu schließen; ein Teil wurde zu Weekday-Läden. Online läuft die Marke über die Weekday-Plattform weiter.

Heißt eine veröffentlichte Lieferantenliste, dass fair produziert wird?

Nein, und das behauptet sie auch nicht. Sie dokumentiert, wo produziert wird und wie viele Menschen dort arbeiten. Löhne, Margen und die Arbeitsbedingungen an einem konkreten Standort stehen nicht darin — wir behandeln die Liste deshalb nicht als Beleg dafür.